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Arequipa & Colca Canyon

So dann mal weiter im Text:

Nachdem wir Huacachina hinter uns gelassen haben, mussten wir erstmal 4 Stunden in Ica (nah gelegegene Großstadt) an der Bushaltestelle auf unseren Nachtbus warten. Das erste Mal seit längerem hatte ich das Gefühl als weiße ‚Gringa‘ fehl am Platz zu sein und von allen Seiten angestarrt zu werden. Also mit einem Zootier möchte ich wirklich nicht tauschen! Nachdem dann endlich der Nachtbus eintraf, lag erstmal ein schlafendes Kind auf unseren reservierten Sitzplätzen. Was für ein beschissenes Gefühl, dass der Busfahrer das Kind umquartieren musste?! Aber wo hätten wir 10 Stunden lang sitzen sollen? Das war bis jetzt wirklich einer der schrecklichsten Busfahrten. Es stank nach Pipi, Schweiß und irgendwie auch nach Ziege… Als wir unser Gepäck eingeladen haben, hatte ich sogar damit gerechnet im Kofferraum eine Ziege vorzufinden! An Schlafen konnte ich gar nicht erst denken. Deshalb hörte ich viel Musik, bin endlich zum letzten Blogeintrag gekommen und habe viel von der Landschaft gesehen. Auch nicht so schlecht! Am besten war aber das mein Sitznachbar von einem kleinen Kind am Kopf wach gekitzelt wurde. Peruanische Kinder sind echt süß! Nach etwa 12 Stunden sind wir endlich in Arequipa eingetroffen. Mit dem Taxi sind wir dann weiter in die historische Innenstadt, wo man die ganzen Hostels findet. Dort angekommen, gings erstmal beschissen weiter. Das Zimmer roch sehr modrig und nach Keller, an so etwas wie Privatsphäre auf der Toilette war erst recht nicht zu denken. Für eine Nacht schien das erstmal Ok zu sein, also blieben wir. Nach einem verplanten Spaziergang quer durch verschiedene Viertel fanden wir den zentralen Mittelpunkt bzw. Marktplatz, den jeder Ort in Peru zu haben scheint und die alle ‚Plaza de Armas‘ bzw. ‚Plaza Mayor‘ genannt werden. Dort wurde mir dann eine Babyziege in die Hand gedrückt und sofort Geld abgeknüpft. Das teure Resultat könnt ihr hier sehen:

Dennoch war sie wirklich süß und ich hätte sie gern mitgenommen… vorallem mit ihrem süßen Hut. 

Obwohl Arequipa ebenfalls eine Großstadt ist, kann man die Stadt nicht ansatzweise mit Lima vergleichen. Es scheint viel ruhiger, nicht ganz so chaotisch zu sein und weniger Menschen sind unterwegs. 

Also erstmal sehr entspannt. Nachdem wir ein neues Hostel gefunden hatten, das sogar Pancakes verkauft, gings uns besser. So langsam ging uns das Brot und die Butter, die man jeden Morgen bekommt auf den Wecker. Eine Abwechslung schien daher unglaublich gut. 

Leider hat uns aber das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht. Es hat sehr viel geregnet. In jeder Stadt besichtigen wir die einheimischen Märkte und es ist wahnsinnig wie gleich und zugleich wie unterschiedlich diese sind. Der Markt in Arequipa ist im Gegensatz zu Lima unglaublich geordnet und sauber.

Ich stehe sowieso total auf frisch gepressten Orangensaft und in Peru bekommt man diesen für weniger als 2 Euro… Bei uns zahlt man unglaublich viel dafür. Ich glaube, dass werde ich als erstes vermissen. Meine Mahlzeiten bestehen momentan  hauptsächlich aus frischem Saft (jugo) und Cola um fit zu bleiben…Ja ich bin vielleicht ein wenig abhängig. 🙈

Nach 2 Tagen Regen und der Ansage, dass es 3 Tage lang aufgrund der Masse an Regen kein Wasser mehr gibt. Also keine Duschen, keine Toilettenspülung usw. haben wir uns die Trekking Tour durch den Colca Canyon vorgenommen. 

Der Start der Tour war erstmal echt hart. Um 3 uhr früh aufstehen?! Nachdem ich aber nicht schlafen konnte und um 1.30 uhr immer noch wach war, hielt ich es für eine gute Idee einfach durchzumachen. Gesagt, getan! Ich blieb wach und bin ohne Schlaf erstmal 7 Stunden durch den Canyon gewandert. Ich hatte erstaunlich viel Energie und bin auf wundersame Weise fast schon durchgesprintet. 

Inmitten von Condoren, unglaublich schöner Natur, Früchten und so vielen Schmetterlingen ging es dann zu einer kleinen Oase, fast schon ins Paradies umgeben von Bergen. 

Nach so einem langen Tag lagen wir halb tod schon um 21 uhr im Bett. Am nächsten Tag ging es dann gleich mal um 5 Uhr morgens 3 Stunden lang nur Bergauf. Und wenn ich sage nur dann meine ich NUR! Die erste Stunde war hart, die zweite war ok und die letzte Stunde war grandios. Am Ende haben wir uns voller Power und wirklich unglaublich gut gefühlt! Wir haben es durchgezogen! Während unsere amerikanischen Freunde nach etwa 30 Minuten kapituliert haben und auf dem Esel nach oben geritten sind. Ich hoffe ihr Hintern hat ordentlich geschmerzt😋!!! Die faulen Amis halt! 

Insgesamt ist es auch sehr interessant die kulturellen Unterschiede zwischen den Amerikanern und uns herauszufinden. Ohne sie in eine Schublade stecken zu wollen, sind sie doch sehr Klischee mäßig! Also so wie man sie sich vorstellt. Saufen, Party und Essen. Ach ja und viel Schlaf! Während Jenny und ich Kultur, Natur und am besten Alles auf einmal aufsaugen wollen. 

Aber dennoch macht es sehr viel Spaß und es ist lustig! 

Nach der wunderschönen Erfahrung im Colca Canyon ging es dann weiter Richtung Party Hochburg und Großgroßstadt Cusco und Unesco Weltkulturerbe Machu Pichhu. Aber auch das ist eine neue Geschichte. 

Einen lieben Gruß von den Hot springs. Unserer Belohnung nach dem vielen Trekking. 

PS.: Ja ich habe mir ein bissl mein Gesicht verbrannt. Trotz Sonnencreme!!!

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